BAICALIN-EXTRAKT 90%-ger
Baicalin-Extrakt für anspruchsvolle Rezepturen
Baicalin-Extrakt ist ein standardisierter pflanzlicher Rohstoff, der üblicherweise aus der Wurzel des Baikal-Helmkrauts Scutellaria baicalensis Georgi gewonnen wird. Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und ist auch unter den Bezeichnungen Baikal-Helmkraut, Chinesisches Helmkraut oder Huang Qin bekannt.
Der charakteristische Inhaltsstoff Baicalin gehört zur Stoffgruppe der Flavonoide. Chemisch handelt es sich um ein Flavon-Glycosid beziehungsweise um die Glucuronsäure-Verbindung des Flavons Baicalein.
ERASVITAL® Baicalin-Extrakt wird als konzentrierter, gut dosierbarer Rohstoff zur professionellen beziehungsweise gewerblichen Weiterverarbeitung angeboten. Der tatsächliche Baicalin-Gehalt, das verwendete Pflanzenmaterial, das Extraktionsverfahren und weitere chargenspezifische Eigenschaften sind der aktuellen Produktspezifikation beziehungsweise dem Analysenzertifikat zu entnehmen.
Produkteigenschaften
Was ist Baicalin?
Baicalin ist ein natürlich vorkommendes Flavon-Glycosid. Es besteht aus dem Flavon Baicalein, das über eine glycosidische Bindung mit Glucuronsäure verbunden ist.
Die Verbindung kommt besonders charakteristisch in der Wurzel des Baikal-Helmkrauts vor. Neben Baicalin enthält die Pflanze weitere Flavonoide und verwandte Pflanzenstoffe, darunter Baicalein, Wogonin und Wogonosid.
Bei einem Baicalin-Extrakt handelt es sich deshalb nicht zwangsläufig um chemisch reines Baicalin. Abhängig von der Spezifikation kann der Rohstoff neben dem standardisierten Baicalin-Anteil weitere natürliche Extraktbestandteile sowie gegebenenfalls zulässige Trägerstoffe enthalten.
Baicalin, Baicalein und Pflanzenextrakt
Botanische Herkunft
Das Baikal-Helmkraut trägt die botanische Bezeichnung Scutellaria baicalensis Georgi und gehört zur Familie der Lamiaceae. Für die Extraktherstellung wird überwiegend die getrocknete Wurzel verwendet.
Die Wurzel ist unter der traditionellen Bezeichnung Huang Qin bekannt und wird in asiatischen Pflanzentraditionen seit langer Zeit verwendet. Diese traditionelle Verwendung ist jedoch nicht mit einer behördlich bestätigten Wirkung eines daraus hergestellten Lebensmittels oder Endproduktes gleichzusetzen.
Die botanische Identität des Ausgangsmaterials sollte durch geeignete Prüfmethoden sowie durch die Hersteller- und Chargendokumentation bestätigt werden. Eine Verwechslung mit anderen Helmkraut-Arten, insbesondere mit Scutellaria lateriflora, ist zu vermeiden.
Chemische Eigenschaften von Baicalin
Baicalin gehört chemisch zu den glycosylierten Flavonen. Die Verbindung besteht aus einem polyphenolischen Flavon-Grundgerüst und einem gebundenen Glucuronsäure-Rest.
Aufgrund seiner Struktur besitzt Baicalin mehrere Hydroxygruppen sowie eine Carboxylgruppe. Daraus ergeben sich charakteristische pH-abhängige Löslichkeits- und Stabilitätseigenschaften.
Die analytische Identifizierung und Gehaltsbestimmung kann beispielsweise mittels HPLC, chromatografischer Vergleichsverfahren oder geeigneter spektroskopischer Methoden erfolgen.
Herstellung des Extraktes
Für die Herstellung wird das ausgewählte Pflanzenmaterial gereinigt, zerkleinert und unter kontrollierten Bedingungen extrahiert. Abhängig vom Hersteller können Wasser, Ethanol-Wasser-Gemische oder andere geeignete Extraktionssysteme eingesetzt werden.
Nach der Extraktion wird die Flüssigphase filtriert, konzentriert und anschließend beispielsweise sprühgetrocknet oder vakuumgetrocknet. Je nach Produkttyp kann eine zusätzliche Reinigung und Anreicherung des Baicalins erfolgen.
Bei hoch standardisierten Extrakten kann der Baicalin-Gehalt durch selektive Extraktions-, Fällungs-, Reinigungs- oder Kristallisationsschritte erhöht werden.
Maßgeblich für Pflanzenart, verwendeten Pflanzenteil, Extraktionsmittel, Drogen-Extrakt-Verhältnis, Baicalin-Gehalt und mögliche Trägerstoffe ist ausschließlich die aktuelle Herstellerdokumentation.
Mögliche Einsatzbereiche als Rohstoff
Löslichkeit und Dispergierbarkeit
Baicalin ist in neutralem Wasser nur begrenzt löslich. Beim direkten Einrühren eines hochkonzentrierten Baicalin-Extraktes kann deshalb eine trübe Dispersion entstehen oder ein Teil des Pulvers ungelöst bleiben.
Die Löslichkeit ist unter anderem vom pH-Wert, von der Temperatur, vom tatsächlichen Baicalin-Gehalt, von der Partikelgröße und von den übrigen Rezepturbestandteilen abhängig. Mit verändertem pH-Wert kann sich auch das Löslichkeitsverhalten deutlich verändern.
Ein vollständiges Auflösen in Wasser sollte daher nicht ohne vorherige Laborprüfung vorausgesetzt werden. Für flüssige Anwendungen können je nach Produktkonzept geeignete Dispergierhilfen, Lösungsvermittler, komplexierende Stoffe oder ein angepasstes pH-System erforderlich sein.
Hinweise zur Verarbeitung
Für trockene Pulver- und Kapselformulierungen sollte Baicalin-Extrakt zunächst mit einem geeigneten Anteil der übrigen Pulverbestandteile homogen vorgemischt werden. Anschließend kann die Vormischung schrittweise in die Gesamtmenge eingearbeitet werden.
Bei kleinen Einsatzmengen empfiehlt sich eine geometrische Verdünnung. Auf diese Weise kann eine gleichmäßigere Verteilung des Extraktes innerhalb der Gesamtmischung erreicht werden.
Aufgrund der intensiven natürlichen Färbung kann Baicalin-Extrakt das Erscheinungsbild heller Pulver, Kapselhüllen, Cremes, Gele oder Lösungen deutlich verändern.
Bei flüssigen Formulierungen sollte der Rohstoff langsam unter gleichmäßigem Rühren eingearbeitet werden. Klumpenbildung kann durch eine geeignete Vormischung oder Vorbenetzung reduziert werden.
Stabilität
Baicalin-Extrakt ist als trockener Rohstoff unter geeigneten Lagerbedingungen vergleichsweise stabil. Feuchtigkeit, Sauerstoff, Licht und erhöhte Temperaturen können jedoch die Pulverstruktur, Farbe und chemische Stabilität beeinflussen.
Polyphenolische Pflanzenstoffe können in komplexen Rezepturen mit Metallionen, Proteinen, stark oxidierenden Substanzen oder anderen Pflanzeninhaltsstoffen wechselwirken.
Die Stabilität eines daraus hergestellten Endproduktes hängt unter anderem vom pH-Wert, Wassergehalt, Sauerstoffeintrag, Herstellungsverfahren, Verpackungsmaterial und von der Lagertemperatur ab.
Berechnung des enthaltenen Baicalins
Bei einem Extrakt mit einem analytisch bestätigten Baicalin-Gehalt von beispielsweise 90 % kann die enthaltene Baicalin-Menge rechnerisch wie folgt bestimmt werden:
Beispiel: 500 mg eines Extraktes mit 90 % Baicalin entsprechen rechnerisch 450 mg Baicalin.
Produktdaten
| Produktbezeichnung | Baicalin-Extrakt |
| Botanische Bezeichnung | Scutellaria baicalensis Georgi |
| Deutsche Bezeichnung | Baikal-Helmkraut / Chinesisches Helmkraut |
| Verwendeter Pflanzenteil | Üblicherweise Wurzel; gemäß aktueller Produktspezifikation |
| Leitsubstanz | Baicalin |
| Baicalin-Gehalt | 90% |
| Stoffgruppe | Flavonoide / Flavon-Glycoside |
| CAS-Nummer Baicalin | 21967-41-9 |
| Summenformel Baicalin | C21H18O11 |
| Molmasse Baicalin | 446,36 g/mol |
| Produktform | Feines Pulver |
| Aussehen | Typischerweise gelblich, beige bis gelbbraun; chargenabhängig |
| Geruch | Charakteristisch bis schwach pflanzlich |
| Löslichkeit | In Wasser begrenzt und pH-abhängig; produktspezifisch prüfen |
| Verwendung | Rohstoff zur professionellen beziehungsweise gewerblichen Weiterverarbeitung |
Mögliche Unterschiede zwischen Chargen
Bei pflanzlichen Extrakten können Farbe, Geruch, Korngröße, Schüttdichte und Fließverhalten zwischen einzelnen Chargen geringfügig variieren.
Die natürliche Zusammensetzung des Ausgangsmaterials wird unter anderem durch Anbaugebiet, Erntezeitpunkt, Pflanzenalter, Trocknung und Lagerung beeinflusst. Zusätzlich wirken sich Extraktions-, Konzentrations- und Trocknungsbedingungen auf das Erscheinungsbild des Extraktes aus.
Solche natürlichen oder technologischen Abweichungen stellen nicht automatisch eine Qualitätsminderung dar, sofern Identität, Baicalin-Gehalt und alle festgelegten Spezifikationswerte eingehalten werden.
Qualitätskontrolle und Dokumentation
Für die gewerbliche Weiterverarbeitung sollten mindestens die botanische Identität, der verwendete Pflanzenteil, der Baicalin-Gehalt, das Extraktionsmittel und mögliche Trägerstoffe dokumentiert sein.
Abhängig vom vorgesehenen Verwendungszweck können außerdem Prüfungen auf Schwermetalle, Pestizidrückstände, Lösungsmittelrückstände, mikrobiologische Belastung, Mykotoxine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und weitere Kontaminanten erforderlich sein.
Maßgeblich sind die aktuelle Produktspezifikation, das chargenbezogene Analysenzertifikat sowie gegebenenfalls zusätzliche Herstellererklärungen zur Herkunft und Herstellung.
Sicherheit und sachgerechte Handhabung
Baicalin-Extrakt ist als feiner pulverförmiger Rohstoff sorgfältig zu handhaben. Beim Umfüllen, Dosieren und Mischen kann Staub entstehen. Eine saubere Verarbeitung sowie der Schutz vor Feuchtigkeit, Licht und Verunreinigungen tragen zum Erhalt der Produktqualität bei.
- Staubbildung möglichst vermeiden.
- Staub nicht einatmen.
- Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden.
- Bei staubintensiven Arbeiten geeignete Schutzmaßnahmen anwenden.
- Nach der Verarbeitung Hände gründlich reinigen.
- Nur mit sauberen und trockenen Arbeitsgeräten entnehmen.
- Kontaminationen und Kreuzkontaminationen vermeiden.
- Behälter nach Gebrauch sofort wieder gut verschließen.
- Produktspezifikation und vorhandene Sicherheitsinformationen beachten.
Hinweise für daraus hergestellte Endprodukte
Die Sicherheit und Verkehrsfähigkeit eines Endproduktes hängen vom tatsächlichen Baicalin-Gehalt, der eingesetzten Extraktmenge, der Gesamtformulierung, der Darreichungsform, dem Vertriebsland und der vorgesehenen Zielgruppe ab.
Vor der Verwendung in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln muss der verantwortliche Lebensmittelunternehmer insbesondere die lebensmittelrechtliche Zulässigkeit, den Novel-Food-Status, die sichere Verzehrmenge, die Rohstoffspezifikation und die geplante Kennzeichnung prüfen.
Eine traditionelle Verwendung der Pflanze oder wissenschaftliche Untersuchungen zu Baicalin stellen für sich allein keine Zulassung als Lebensmittelzutat, keine Verzehrempfehlung und keine Erlaubnis für gesundheits- oder krankheitsbezogene Werbeaussagen dar.
Für kosmetische Anwendungen müssen Einsatzkonzentration, Reinheit, Hautverträglichkeit, Stabilität, Farbeinfluss und die Übereinstimmung mit den kosmetikrechtlichen Anforderungen des vorgesehenen Marktes geprüft werden.
Lagerung
Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Vor Feuchtigkeit, direkter Sonneneinstrahlung, Sauerstoffeintrag, starken Temperaturschwankungen und Wärme schützen.
Den Behälter nach jeder Entnahme sofort wieder sorgfältig verschließen. Nur mit sauberen und vollständig trockenen Hilfsmitteln entnehmen.
Bei längerer Lagerung sollte das Produkt in der verschlossenen Originalverpackung beziehungsweise in einer geeigneten licht- und feuchtigkeitsgeschützten Verpackung aufbewahrt werden.
Kundenrezensionen
Unser Unternehmen sammelt über den unabhängigen Dienstleister SHOPVOTE Bewertungen.
SHOPVOTE setzt automatische und manuelle Maßnahmen ein, um Bewertungen zu verifizieren.
Informationen zur Echtheit von Kundenbewertungen auf SHOPVOTE finden Sie hier.
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