L-ISOLEUCIN PULVER
Hochwertiges fermentiertes L-Isoleucin zur professionellen Weiterverarbeitung
L-Isoleucin ist eine essenzielle proteinogene Aminosäure und gehört gemeinsam mit L-Leucin und L-Valin zur Gruppe der verzweigtkettigen Aminosäuren, den sogenannten BCAA. Der menschliche Organismus kann L-Isoleucin nicht selbst herstellen, weshalb die Aminosäure regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden muss.
Der hier angebotene Rohstoff wird durch ein kontrolliertes mikrobielles Fermentationsverfahren hergestellt und anschließend gereinigt, konzentriert und zu einem feinen Pulver verarbeitet. Die genaue Herkunft der eingesetzten Fermentationssubstrate und Mikroorganismen ist der aktuellen Produktspezifikation des Herstellers zu entnehmen.
Das Pulver eignet sich für die Entwicklung und Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln, BCAA-Komplexen, Aminosäuremischungen, Sportformulierungen sowie individuellen Kapsel-, Tabletten- und Pulverprodukten.
Das Produkt enthält L-Isoleucin in seiner freien Form. Dadurch kann die tatsächlich enthaltene L-Isoleucin-Menge bei der Rezepturberechnung unmittelbar anhand des in der Produktspezifikation angegebenen Assays berücksichtigt werden.
ERASVITAL® fermentiertes L-Isoleucin wird als Rohstoff zur professionellen und gewerblichen Weiterverarbeitung angeboten.
Produkteigenschaften
Was ist L-Isoleucin?
L-Isoleucin ist eine proteinogene Aminosäure und damit ein natürlicher Baustein von Proteinen. Die Bezeichnung „L“ beschreibt die natürlich vorkommende räumliche Form der Aminosäure, die vom menschlichen Stoffwechsel verwendet werden kann.
Als verzweigtkettige Aminosäure besitzt L-Isoleucin eine charakteristische verzweigte Seitenkette. Gemeinsam mit L-Leucin und L-Valin wird L-Isoleucin unter der internationalen Bezeichnung Branched-Chain Amino Acids beziehungsweise BCAA zusammengefasst.
L-Isoleucin kommt natürlicherweise in zahlreichen eiweißhaltigen Lebensmitteln vor. Zu den natürlichen Quellen gehören unter anderem Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und verschiedene Getreidearten.
Im menschlichen Organismus wird L-Isoleucin unter anderem als Baustein für die körpereigene Proteinsynthese verwendet. Darüber hinaus kann die Aminosäure in unterschiedliche Stoffwechselwege einbezogen werden.
Welche ernährungs- oder gesundheitsbezogenen Aussagen für ein konkretes Endprodukt zulässig sind, muss im Rahmen der jeweils geltenden lebensmittelrechtlichen Vorschriften geprüft werden.
Herstellung durch Fermentation
Bei der fermentativen Herstellung werden geeignete Mikroorganismen unter kontrollierten Bedingungen kultiviert. Dabei können aus den eingesetzten Nährmedien und Fermentationssubstraten gezielt Aminosäuren gebildet werden.
Nach Abschluss der Fermentation wird das gebildete L-Isoleucin aus der Fermentationsbrühe abgetrennt und in mehreren Prozessschritten gereinigt. Anschließend erfolgt die Konzentration, Kristallisation beziehungsweise Trocknung und Vermahlung zum fertigen Pulver.
Das Fermentationsverfahren ermöglicht die Herstellung der natürlichen L-Form der Aminosäure mit reproduzierbaren analytischen Eigenschaften.
Aussagen wie „vegan“, „GVO-frei“, „allergenfrei“ oder Angaben zur Herkunft der Fermentationssubstrate sollten nur verwendet werden, wenn sie durch die aktuelle Produktspezifikation oder eine entsprechende Herstellererklärung nachgewiesen sind.
L-Isoleucin in freier Form
Bei diesem Rohstoff handelt es sich um freies L-Isoleucin. Die Aminosäure liegt nicht als Bestandteil eines Proteins oder Peptids vor und kann deshalb bei der Rezepturentwicklung unmittelbar als einzelne Aminosäure berücksichtigt werden.
Die freie Form ermöglicht eine klare Berechnung der tatsächlich enthaltenen L-Isoleucin-Menge. Maßgeblich ist dabei der in der Produktspezifikation beziehungsweise im chargenbezogenen Analysenzertifikat angegebene Assay.
Bei der Kombination mit L-Leucin, L-Valin, weiteren Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen oder Pflanzenextrakten sind die Gesamtzusammensetzung und die vorgesehene Tagesportion des Endproduktes zu berücksichtigen.
L-Isoleucin als Bestandteil der BCAA
Die drei verzweigtkettigen Aminosäuren L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin besitzen jeweils eigene chemische und technologische Eigenschaften. In BCAA-Produkten werden sie häufig miteinander kombiniert.
| Aminosäure | Allgemeine Einordnung |
|---|---|
| L-Leucin | Essenzielle, verzweigtkettige und proteinogene Aminosäure. |
| L-Isoleucin | Essenzielle, verzweigtkettige und proteinogene Aminosäure mit eigenständiger chemischer Struktur. |
| L-Valin | Essenzielle, verzweigtkettige und proteinogene Aminosäure. |
Das für ein BCAA-Produkt gewählte Mischungsverhältnis ist eine Frage der Rezepturentwicklung. Häufig verwendete Verhältnisse wie 2:1:1 sind keine allgemeingültige gesetzliche oder ernährungsphysiologische Vorgabe.
L-Isoleucin im Aminosäurestoffwechsel
Ein Teil des aufgenommenen L-Isoleucins wird für die körpereigene Proteinsynthese verwendet. Weitere Anteile können über unterschiedliche Stoffwechselwege verarbeitet und abgebaut werden.
| Bereich | Allgemeine Einordnung |
|---|---|
| Proteinsynthese | L-Isoleucin wird als proteinogene Aminosäure in körpereigene Proteine eingebaut. |
| Aminosäurestoffwechsel | L-Isoleucin kann durch Transaminierungs- und weitere enzymatische Reaktionen verarbeitet werden. |
| Energiestoffwechsel | Beim Abbau entstehen Zwischenprodukte, die in zentrale Stoffwechselwege einbezogen werden können. |
| Stickstoffhaushalt | Der Auf- und Abbau von Aminosäuren ist mit dem Stoffwechsel stickstoffhaltiger Verbindungen verbunden. |
Die Aufnahme und Verarbeitung von L-Isoleucin hängen von zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die Gesamtzusammensetzung der Nahrung, die Zufuhr weiterer Aminosäuren, der Stoffwechselzustand und individuelle physiologische Voraussetzungen.
Typische Einsatzbereiche
Hinweise zur Verarbeitung
Die geeignete Einsatzmenge richtet sich nach der gewünschten L-Isoleucin-Menge im Endprodukt, der vorgesehenen Tagesportion, der Produktart, der Zielgruppe und den geltenden gesetzlichen Anforderungen.
Bei Kapselformulierungen sind die Schüttdichte, Partikelgröße, Fließfähigkeit und die vorgesehene Kapselgröße zu berücksichtigen. Je nach Rezeptur können geeignete Fließregulierungs- oder Trennmittel erforderlich sein.
Bei der Herstellung von BCAA-Mischungen sollten die unterschiedlichen Schüttdichten und Partikeleigenschaften von L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin berücksichtigt werden. Eine unzureichende Durchmischung kann zu einer ungleichmäßigen Verteilung der einzelnen Aminosäuren führen.
Bei mehrkomponentigen Rezepturen sollte insbesondere auf eine gleichmäßige Verteilung niedrig dosierter Begleitstoffe geachtet werden.
Für eine homogene Verteilung sollte L-Isoleucin zunächst mit einem geeigneten Teil der übrigen pulverförmigen Bestandteile vorgemischt werden. Diese Vormischung kann anschließend schrittweise in die Gesamtmischung eingearbeitet werden.
Geschmack, Löslichkeit und Formulierung
L-Isoleucin besitzt einen charakteristischen Aminosäuregeschmack, der je nach Konzentration als leicht bitter beziehungsweise typisch wahrgenommen werden kann. Die geschmackliche Wahrnehmung kann je nach Rohstoffqualität und Zusammensetzung des Endproduktes variieren.
Die Wasserlöslichkeit von L-Isoleucin ist begrenzt. Bei höheren Konzentrationen kann deshalb ein vollständiges Auflösen in reinem Wasser erschwert sein. In flüssigen oder trinkfertigen Produkten kann eine sichtbare Trübung oder Sedimentation auftreten.
Für Pulvermischungen kann L-Isoleucin mit geeigneten Aromen, Säuerungsmitteln, Süßungsmitteln und weiteren Rezepturbestandteilen kombiniert werden. Die tatsächliche Dispergierbarkeit, Löslichkeit und geschmackliche Akzeptanz sollten im fertigen Endprodukt geprüft werden.
Bei flüssigen Produkten müssen pH-Wert, Löslichkeit, Ausfällungsverhalten, Stabilität, mikrobiologische Qualität und gegebenenfalls das Konservierungssystem im fertigen Endprodukt geprüft werden.
Rezepturberechnung
Die erforderliche Rohstoffmenge richtet sich nach dem in der Produktspezifikation angegebenen L-Isoleucin-Gehalt. Bei einem beispielhaften Assay von 99 % kann die erforderliche Menge nach folgender Formel berechnet werden:
Beispiel: Für 500 mg L-Isoleucin werden bei einem Assay von 99 % rechnerisch rund 505 mg Rohstoff benötigt.
| Gewünschte L-Isoleucin-Menge | Rohstoffmenge bei 99 % Assay |
|---|---|
| 100 mg | ca. 101 mg |
| 250 mg | ca. 253 mg |
| 500 mg | ca. 505 mg |
| 750 mg | ca. 758 mg |
| 1.000 mg | ca. 1.010 mg |
| 1.500 mg | ca. 1.515 mg |
| 2.000 mg | ca. 2.020 mg |
Produktdaten
| Produktbezeichnung | L-Isoleucin, fermentiert |
| Alternative Bezeichnung | L-Isoleucin, Isoleucin, L-Isoleucine, fermentiertes L-Isoleucin |
| Chemische Form | Freies L-Isoleucin |
| Herstellungsverfahren | Mikrobielle Fermentation mit anschließender Reinigung und Aufarbeitung |
| Produktform | Feines bis kristallines Pulver |
| Kategorie | Aminosäuren / BCAA |
| Verwendung | Rohstoff zur Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln |
| Molekularformel | C6H13NO2 |
| Molare Masse | 131,17 g/mol |
| CAS-Nummer | 73-32-5 |
| Aussehen | Weißes bis nahezu weißes kristallines Pulver |
| Geruch | Nahezu geruchlos bis charakteristisch |
| Geschmack | Charakteristisch bis leicht bitter |
| Löslichkeit | Begrenzt wasserlöslich; maßgeblich ist die aktuelle Produktspezifikation |
Sicherheit und sachgerechte Handhabung
L-Isoleucin ist als feines Aminosäurepulver sorgfältig zu handhaben. Beim Umfüllen, Einwiegen oder Mischen kann je nach Feinheitsgrad Staub entstehen. Eine saubere Verarbeitung sowie der Schutz vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen tragen zum Erhalt der Produktqualität bei.
Das Pulver vorsichtig handhaben und unnötige Staubentwicklung vermeiden.
Bei staubintensiven Arbeiten für geeignete Absaugung oder Atemschutz sorgen.
Bei der Verarbeitung gegebenenfalls eine geeignete Schutzbrille tragen.
Nur mit sauberen und trockenen Geräten arbeiten und Kontaminationen vermeiden.
Nach Augenkontakt vorsichtig mehrere Minuten mit Wasser spülen. Nach Einatmen größerer Staubmengen für Frischluft sorgen. Verunreinigte Haut mit Wasser reinigen. Bei anhaltenden Beschwerden medizinischen Rat einholen.
Sicherheitsempfehlungen für daraus hergestellte Endprodukte
Die folgenden Hinweise sind als allgemeine Orientierung für die Entwicklung und Kennzeichnung eines Endproduktes gedacht. Die tatsächlich erforderlichen Warnhinweise müssen anhand der Zusammensetzung, Tagesportion, Zielgruppe und vorgesehenen Verwendung des fertigen Produktes festgelegt werden.
Bei angeborenen Störungen des verzweigtkettigen Aminosäurestoffwechsels, insbesondere der Ahornsirupkrankheit, dürfen BCAA-haltige Produkte nur im Rahmen einer fachärztlich kontrollierten Ernährung verwendet werden.
Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion sollte vor der Einnahme konzentrierter Aminosäureprodukte medizinischer Rat eingeholt werden.
Personen mit Diabetes oder medikamentös behandelter Störung des Glukosestoffwechsels sollten die Verwendung mit ihrem behandelnden Arzt abstimmen.
Bei regelmäßiger Einnahme von Arzneimitteln sollte vor der Verwendung hoch dosierter Aminosäureprodukte medizinischer Rat eingeholt werden.
Bei empfindlichen Personen können insbesondere bei höheren Mengen Übelkeit, Bauchbeschwerden oder Veränderungen der Verdauung auftreten.
Sehr hohe Mengen einer einzelnen Aminosäure sollten nicht ohne fachliche Bewertung über einen längeren Zeitraum verwendet werden.
Bei Hautreaktionen, Schwellungen oder anderen ungewöhnlichen Beschwerden sollte die Anwendung beendet und medizinischer Rat eingeholt werden.
Für Schwangere und Stillende sollte eine Anwendung konzentrierter L-Isoleucin-Produkte nur nach vorheriger ärztlicher Rücksprache vorgesehen werden.
Nicht ohne fachliche Prüfung und altersgerechte Dosierungsbewertung für Kinder oder Jugendliche vorsehen.
Vor geplanten operativen Eingriffen oder intensiven medizinischen Behandlungen sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Bei Erkrankungen der Leber oder Nieren, Diabetes, angeborenen Störungen des Aminosäurestoffwechsels oder bei regelmäßiger Einnahme von Arzneimitteln vor der Verwendung ärztlichen Rat einholen. Nicht für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche bestimmt.
Qualität und Dokumentation
Bei fermentiertem L-Isoleucin sind eine kontrollierte Rohstoffqualität, chargenbezogene Analytik und eine nachvollziehbare Dokumentation von besonderer Bedeutung.
Die chargenspezifischen Eigenschaften des Rohstoffes können dem jeweiligen Analysenzertifikat entnommen werden.
Angaben zur Fermentationsherkunft, zu eingesetzten Mikroorganismen und Substraten, zum GVO-Status, zu Allergenen, zu Lösungsmittelrückständen und zur mikrobiologischen Qualität sollten anhand der aktuellen Herstellerunterlagen geprüft werden.
Vor der gewerblichen Verarbeitung sind die aktuelle Produktspezifikation, das Analysenzertifikat, das Sicherheitsdatenblatt, die vorgesehene Einsatzmenge sowie die gesetzlichen Anforderungen an das herzustellende Endprodukt zu prüfen.
Lagerung
Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Vor Feuchtigkeit, direkter Sonneneinstrahlung, Wärme und Verunreinigungen schützen.
Den Behälter nach jeder Entnahme sorgfältig verschließen. Nur mit sauberen und trockenen Hilfsmitteln entnehmen und nicht zusammen mit stark riechenden Stoffen lagern.
Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hersteller Informationen
ERASVITAL® OÜEE-13517 Tallinn
Company No.: 160703330
USt-ID.Nr: EE102603321
E-Mail: info (at) erasvital.com
Tel.: +372 53 686 538
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