MARINE ELASTIN PEPTIDE
Niedermolekulare Elastin-Peptide für moderne Kosmetikformulierungen
Marine Elastin Peptide 1000 Da ist ein hydrolysiertes Elastin aus mariner Quelle. Durch kontrollierte Hydrolyse wird das ursprünglich hochmolekulare Strukturprotein Elastin in deutlich kleinere, wasserlösliche Peptidfragmente zerlegt.
Der kosmetische INCI-Name lautet HYDROLYZED ELASTIN. Hydrolyzed Elastin wird insbesondere als hautpflegender, geschmeidig machender und haarkonditionierender Rohstoff eingesetzt.
Die niedrige Molekülgröße dieser Qualität von etwa 1000 Dalton unterscheidet sie von nicht hydrolysiertem Elastin und von größeren Proteinhydrolysaten. Dadurch entsteht ein gut wasserdispergierbarer PeptidroHstoff, der sich besonders für Seren, Ampullen, Cremes, Gele sowie Haarpflegeformulierungen eignet.
In kosmetischen Produkten stehen vor allem die Feuchtigkeitsbindung, Oberflächenpflege, Filmbildung und Verbesserung des Haut- und Haargefühls im Vordergrund.
Produkteigenschaften
Was ist Elastin?
Elastin ist ein natürliches Strukturprotein des Bindegewebes. Zusammen mit anderen Bestandteilen der extrazellulären Matrix ist es an den elastischen Eigenschaften von Geweben beteiligt.
Natives Elastin besitzt eine komplexe, stark vernetzte Proteinstruktur und ist in dieser Form nur begrenzt wasserlöslich. Für kosmetische Anwendungen wird Elastin deshalb hydrolysiert.
Bei der Hydrolyse werden lange Proteinketten in kleinere Peptide aufgespalten. Das resultierende Hydrolyzed Elastin besitzt andere physikalische Eigenschaften als das ursprüngliche Elastin und kann wesentlich leichter in wasserbasierte kosmetische Formulierungen eingearbeitet werden.
Hydrolyzed Elastin ist ein kosmetisches Proteinhydrolysat. Es ersetzt nicht das körpereigene Elastin der Dermis und darf nicht mit einer biologischen Elastin-Neubildung innerhalb des Hautgewebes gleichgesetzt werden.
Was bedeutet 1000 Da?
Die Einheit Dalton (Da) beschreibt die Molekülmasse. Bei einem hydrolysierten Protein liegt keine einzelne definierte Molekülstruktur vor, sondern eine Mischung unterschiedlich großer Peptide.
Die Bezeichnung 1000 Da kennzeichnet daher eine besonders niedermolekulare Peptidqualität beziehungsweise eine charakteristische Molekülgröße im Bereich von etwa 1 kDa.
Die Hydrolyse verbessert insbesondere die Wasserlöslichkeit und Verarbeitbarkeit gegenüber dem ursprünglichen, hochmolekularen Elastinprotein.
Wirkprinzip in kosmetischen Formulierungen
Peptide und Aminosäuregruppen können Wasser an der Haut- beziehungsweise Haaroberfläche binden.
Unterstützt ein weicheres, glatteres und gepflegteres Hautgefühl.
Proteinhydrolysate können einen sehr feinen kosmetischen Film auf Haut und Haar hinterlassen.
Kann die Geschmeidigkeit und Kämmbarkeit proteinbasierter Haarpflegeformulierungen unterstützen.
Interessant für Formulierungen, bei denen ein gepflegtes, geschmeidiges Hautgefühl gewünscht ist.
Die hydrolysierte Form erleichtert die Integration in Seren, Gele, Toner und Emulsionen.
Marine Elastin Peptide in der Hautpflege
In Hautpflegeformulierungen wird Hydrolyzed Elastin vor allem als hautkonditionierender und geschmeidig machender Proteinhydrolysat-Wirkstoff eingesetzt.
Die wasserbindenden Eigenschaften der Peptide können feuchtigkeitsorientierte Seren, Cremes und Masken ergänzen. Gleichzeitig kann sich auf der Hautoberfläche ein feiner Proteinfilm ausbilden.
Dadurch eignet sich der Rohstoff besonders für Pflegekonzepte für trocken oder weniger geschmeidig erscheinende Haut sowie für Formulierungen, die auf ein glattes und gepflegtes Hautgefühl ausgerichtet sind.
Feuchtigkeitsserum • Anti-Aging-Pflege • Augenpflege • Gesichtscreme • Hals- und Dekolletépflege • Bodylotion • Gesichtsmasken • Ampullen
Marine Elastin Peptide in der Haarpflege
Hydrolyzed Elastin besitzt auch eine offiziell beschriebene haarkonditionierende Funktion und kann deshalb in proteinbasierten Haarpflegeprodukten eingesetzt werden.
Proteinhydrolysate können sich an der Haaroberfläche anlagern und dadurch das sensorische Haargefühl verbessern. Besonders interessant ist der Einsatz bei trockenem, strapaziertem oder chemisch behandeltem Haar.
Für proteinorientierte, pflegende Reinigungskonzepte.
Zur Ergänzung geschmeidig machender und konditionierender Formulierungen.
Für intensive proteinbasierte Pflegeprodukte.
Für leichte Haarseren, Sprays und Pflegefluids.
Besondere Vorteile
- Niedermolekulares hydrolysiertes Elastin.
- Marine beziehungsweise Fisch-basierte Proteinquelle.
- Charakteristische niedrige Molekülgröße von etwa 1000 Da.
- Wasserlöslicher kosmetischer Wirkstoff.
- Geeignet für Haut- und Haarpflegeformulierungen.
- Hautkonditionierende Eigenschaften.
- Unterstützt ein weiches und geschmeidiges Hautgefühl.
- Kann feuchtigkeitsorientierte Formulierungen ergänzen.
- Haarkonditionierend.
- Interessant für proteinbasierte Haarpflege.
- Geeignet für Seren, Ampullen, Gele und Emulsionen.
- Lässt sich mit zahlreichen weiteren kosmetischen Wirkstoffen kombinieren.
Typische Einsatzbereiche
• Feuchtigkeitsseren
• Wirkstoffseren
• Ampullen
• Cremes
• Lotionen
• Gesichtsmasken
• Augenpflege
• Hals- und Dekolletépflege
• Nachtpflege
• Pflege trockener Haut
• Hydrogele
• Sheet-Masken
• Shampoo
• Conditioner
• Haarmasken
• Leave-in-Pflege
• Haarseren
• Pflegesprays
• Bodylotion
• Körperserum
• Handpflege
• Pflege trockener Haut
• After-Sun-Pflege
• Pflegegele
Orientierende Einsatzkonzentration
Die geeignete Einsatzmenge hängt von der jeweiligen Rezeptur, dem gewünschten Pflegeeffekt und den produktspezifischen Angaben des Rohstoffherstellers ab.
| Anwendung | Orientierende Einsatzmenge |
|---|---|
| Leichte Seren und Toner | ca. 0,5–1,0 % |
| Gesichtsseren und Ampullen | ca. 1,0–3,0 % |
| Cremes und Lotionen | ca. 0,5–3,0 % |
| Intensivpflege und Masken | ca. 2,0–5,0 % |
| Shampoo und Rinse-off-Haarpflege | ca. 0,5–2,0 % |
| Conditioner und Haarmasken | ca. 1,0–5,0 % |
Für ein Gesichtswirkstoffserum kann ein erster Formulierungsversuch mit etwa 1–2 % Marine Elastin Peptide sinnvoll sein.
Verarbeitung
Marine Elastin Peptide werden vorzugsweise in die Wasserphase einer kosmetischen Formulierung eingearbeitet.
Da es sich um ein Proteinhydrolysat handelt, sollte unnötig hohe oder lang anhaltende thermische Belastung vermieden werden.
1. Benötigte Menge exakt einwiegen.
2. Einen Teil des Rezepturwassers vorlegen.
3. Marine Elastin Peptide langsam unter Rühren einstreuen.
4. Rühren, bis eine gleichmäßige Lösung beziehungsweise Dispersion vorliegt.
5. In die Wasserphase beziehungsweise in das abgekühlte Endprodukt einarbeiten.
6. Nach Möglichkeit bei Temperaturen unter 50 °C arbeiten.
7. Abschließend den pH-Wert kontrollieren.
8. Konservierung, Stabilität, Farbe, Geruch und Viskosität des Endproduktes prüfen.
Temperatur bei der Verarbeitung
Proteine und Peptide können durch starke thermische Belastung verändert werden. Marine Elastin Peptide sollten daher bevorzugt kalt oder während der Abkühlphase eingearbeitet werden.
Nach Möglichkeit bei Raumtemperatur bis maximal etwa 40–50 °C einarbeiten. Längeres Erhitzen sollte vermieden werden.
pH-Wert der Formulierung
Proteinhydrolysate sollten bevorzugt in einem moderaten kosmetischen pH-Bereich verarbeitet werden. Stark saure oder stark alkalische Bedingungen können die Stabilität und Sensorik von Proteinformulierungen beeinflussen.
Für viele Haut- und Haarpflegeformulierungen ist ein End-pH-Wert von etwa pH 4,5–5,5 ein geeigneter Ausgangspunkt. Die produktspezifische Spezifikation des Rohstoffes hat Vorrang.
Sinnvolle Formulierungskombinationen
Für wasserbasierte Feuchtigkeitsseren und Hydrogele.
Für feuchtigkeitsorientierte und schützende Hautpflegeformulierungen.
Interessante Kombination für milde Seren und Pflegeprodukte.
Eignet sich für feuchtigkeitsorientierte Haut- und Haarpflege.
Interessante Kombination unterschiedlicher Peptid- und Proteinfraktionen für die Haarpflege.
Klassische Kombination für proteinbasierte Haut- und Haarpflegekonzepte.
Grundsätzlich kombinierbar, sofern ein geeigneter gemeinsamer pH-Bereich eingehalten wird.
Für moderne wasserbasierte Gesichtspflegeformulierungen interessant.
Kann als Bestandteil glycerinfreier Feuchtigkeitskonzepte eingesetzt werden.
Kompatibilität mit weiteren Rohstoffen
| Rohstoffgruppe | Allgemeine Beurteilung |
|---|---|
| Feuchthaltemittel | Meist gut kombinierbar, beispielsweise mit Propandiol, Betain, Sodium PCA und Hyaluronsäure. |
| Gelbildner | HEC, Xanthan und Sclerotium Gum sind grundsätzlich geeignet. Viskosität im fertigen Produkt prüfen. |
| Weitere Peptide und Proteine | Gut für Protein- und Peptidkomplexe geeignet. Gesamtkonzentration und Sensorik beachten. |
| Pflanzenextrakte | Grundsätzlich kombinierbar; Farbe, Geruch, pH-Wert und Stabilität prüfen. |
| Tensidsysteme | Für Shampoo und Reinigungsprodukte geeignet; Klarheit und Wechselwirkungen im jeweiligen System testen. |
| Starke Säuren oder Basen | Extreme pH-Bereiche vermeiden beziehungsweise produktspezifisch auf Proteinstabilität prüfen. |
Marine Elastin Peptide und Kollagenpeptide
| Eigenschaft | Hydrolyzed Elastin | Hydrolyzed Collagen |
|---|---|---|
| Ausgangsprotein | Elastin | Kollagen |
| Rohstoffart | Hydrolysierte Elastinpeptide | Hydrolysierte Kollagenpeptide |
| Kosmetischer Schwerpunkt | Hautkonditionierung, Geschmeidigkeit und Haarpflege | Feuchtigkeit, Filmbildung und Haut-/Haarpflege |
| Wasserlöslichkeit | Durch Hydrolyse verbessert | Durch Hydrolyse verbessert |
| Kombination | Beide Proteinhydrolysate können in geeigneten Formulierungen miteinander kombiniert werden. | |
Häufige Verarbeitungsfehler
Der Rohstoff wird unnötig lange hohen Temperaturen ausgesetzt.
Die Proteinfraktion wird in sehr stark sauren oder alkalischen Formulierungen eingesetzt, ohne ihre Stabilität zu prüfen.
Mehrere Proteinhydrolysate werden hoch dosiert kombiniert und erzeugen ein klebriges oder filmiges Haut- beziehungsweise Haargefühl.
Protein- und peptidhaltige Wasserformulierungen benötigen ein geeignetes mikrobiologisches Schutzsystem.
In transparenten Gelen oder Tonern werden mögliche Trübungen und Wechselwirkungen nicht berücksichtigt.
Kosmetisch aufgetragenes Elastinhydrolysat wird fälschlich mit dem Ersatz oder Wiederaufbau des körpereigenen Elastins gleichgesetzt.
Produktdaten
| Produktbezeichnung | Marine Elastin Peptide 1000 Da |
| INCI | HYDROLYZED ELASTIN |
| Rohstoffart | Hydrolysiertes Elastin / Elastin-Peptidhydrolysat |
| Herkunft | Marin / Fisch-basiert |
| Molekulargröße | ca. 1000 Da / ca. 1 kDa, gemäß produktspezifischer Qualität |
| CAS | Hydrolyzed Elastin wird unter anderem unter CAS 91080-18-1 geführt; chargenbezogene Lieferantendokumentation beachten |
| EG / EC | 293-509-4 für entsprechende Hydrolyzed-Elastin-Qualitäten; Produktspezifikation beachten |
| Stoffklasse | Proteinhydrolysat / Peptidgemisch |
| Löslichkeit | Wasserlöslich beziehungsweise gut wasserdispergierbar |
| Kosmetische Funktionen | Hautkonditionierend, geschmeidig machend und haarkonditionierend |
| Typische Verwendung | Seren, Ampullen, Cremes, Lotionen, Gele, Masken, Shampoo, Conditioner und Haarpflege |
| Orientierende Einsatzkonzentration | ca. 0,5–5,0 %, abhängig von Rezeptur und Produktspezifikation |
| Verarbeitung | Vorzugsweise in der Wasserphase beziehungsweise Abkühlphase unter etwa 50 °C |
| Vegan | Nein |
Sicherheit und sachgerechte Handhabung
Marine Elastin Peptide ist ein proteinbasierter kosmetischer Rohstoff. Beim Einwiegen und Umfüllen eines pulverförmigen Produktes sollte Staubbildung vermieden werden.
- Staubbildung beim Einwiegen und Umfüllen vermeiden.
- Pulver nicht einatmen.
- Direkten Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden.
- Geeignete persönliche Schutzausrüstung entsprechend dem Sicherheitsdatenblatt verwenden.
- Mit trockenen und sauberen Arbeitsgeräten entnehmen.
- Behälter nach jeder Entnahme sorgfältig verschließen.
- Bei bekannter Fischallergie ist die tierische beziehungsweise marine Herkunft bei der Sicherheitsbewertung besonders zu berücksichtigen.
- Aktuelles Sicherheitsdatenblatt, CoA und Produktspezifikation beachten.
Sicherheitsempfehlungen für daraus hergestellte Endprodukte
Die Sicherheit und Verträglichkeit eines kosmetischen Endproduktes hängen nicht allein vom Marine Elastin Peptide ab, sondern von der gesamten Rezeptur, der Konzentration, dem pH-Wert, der Konservierung, dem Anwendungsbereich und der Kontaktzeit.
Vor der Markteinführung sollten unter anderem physikalische und chemische Stabilität, mikrobiologische Qualität, Konservierungsleistung, Verpackungskompatibilität und Haut- beziehungsweise gegebenenfalls Augenverträglichkeit untersucht werden.
Lagerung
Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Vor Feuchtigkeit, direkter Sonneneinstrahlung, Fremdgerüchen und starken Temperaturschwankungen schützen.
Den Behälter nach jeder Entnahme unmittelbar und sorgfältig verschließen. Nur mit sauberen und trockenen Arbeitsgeräten entnehmen.
Bereits hergestellte wässrige Lösungen beziehungsweise kosmetische Zubereitungen mit Marine Elastin Peptide sind nicht automatisch mikrobiologisch stabil und müssen sachgerecht konserviert werden.
Die in der jeweiligen Produktspezifikation angegebene Lagertemperatur und Haltbarkeit haben Vorrang.
Kundenrezensionen
Unser Unternehmen sammelt über den unabhängigen Dienstleister SHOPVOTE Bewertungen.
SHOPVOTE setzt automatische und manuelle Maßnahmen ein, um Bewertungen zu verifizieren.
Informationen zur Echtheit von Kundenbewertungen auf SHOPVOTE finden Sie hier.
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