HYDROXYAPATIT
Hochfeiner mineralischer Rohstoff für kosmetische Formulierungen
Hydroxyapatit ist eine mineralische Calciumphosphatverbindung mit der chemischen Summenformel Ca10(PO4)6(OH)2. Hydroxyapatit ist strukturell mit dem mineralischen Bestandteil von Zähnen und Knochen verwandt.
Das angebotene Produkt ist ein hochfeines, weißes Pulver mit einer angegebenen Partikelgröße von etwa 0,5 µm. Dies entspricht ungefähr 500 Nanometern.
Als kosmetischer Rohstoff ist Hydroxyapatit insbesondere für professionelle Mund- und Zahnpflegeformulierungen von Interesse. Je nach Rezeptur kann es als mineralischer Funktionsstoff, Putzkörper, Füllstoff, Trübungsmittel oder strukturgebender Bestandteil eingesetzt werden.
Die konkrete Eignung und Einsatzkonzentration ist durch den Hersteller des kosmetischen Fertigproduktes im Rahmen der jeweiligen Rezeptur, Sicherheitsbewertung und Produkttests festzulegen.
Produkteigenschaften
Funktionen in kosmetischen Formulierungen
Hydroxyapatit kann abhängig von der Gesamtformulierung unterschiedliche technologische und sensorische Funktionen übernehmen:
Kann als mineralischer Bestandteil zur mechanischen Reinigungsleistung einer Zahnpflegeformulierung beitragen.
Für professionelle Zahnpasten, Zahngele und geeignete Zahnpulverformulierungen.
Feine mineralische Komponente für ausgewählte kosmetische Systeme.
Kann ein weißes bis mineralisch-opakes Erscheinungsbild unterstützen.
Kann Konsistenz und Fließverhalten bestimmter Formulierungen beeinflussen.
Die feine Pulverstruktur kann zu einer gleichmäßigen mineralischen Textur beitragen.
Typische Einsatzbereiche
Einsatzkonzentration
Die geeignete Einsatzkonzentration hängt von der jeweiligen Formulierung, den gewünschten Produkteigenschaften, der Partikelgrößenverteilung und dem vorgesehenen Verwendungszweck ab.
Die optimale Konzentration muss durch eigene Formulierungs-, Stabilitäts-, Kompatibilitäts- und Sicherheitsprüfungen ermittelt und im Rahmen der Sicherheitsbewertung des kosmetischen Fertigproduktes berücksichtigt werden.
Verarbeitung
Hydroxyapatit ist in Wasser praktisch nicht löslich. Der Rohstoff wird daher nicht gelöst, sondern in der jeweiligen kosmetischen Grundlage fein dispergiert.
Das Pulver sollte langsam und unter gleichmäßigem Rühren eingearbeitet werden. Eine schnelle oder unkontrollierte Zugabe kann zu Agglomeratbildung und erhöhter Staubentwicklung führen.
Bei flüssigen, gelartigen oder pastösen Systemen kann eine Vordispergierung in einer geeigneten Phase die homogene Einarbeitung erleichtern.
Je nach Rezeptur können Dispergiergeräte, Homogenisatoren oder geeignete intensive Rührsysteme eingesetzt werden.
Bei der Verarbeitung des trockenen Pulvers ist Staubbildung möglichst zu vermeiden.
Kombinationsmöglichkeiten
Hydroxyapatit kann abhängig von der vorgesehenen Rezeptur mit verschiedenen kosmetischen Rohstoffen kombiniert werden, beispielsweise:
Hinweis zur Partikelgröße
Die angegebene Größe von ca. 0,5 µm beschreibt die Partikelgröße gemäß Lieferantenspezifikation.
Eine einzelne Größenangabe erlaubt jedoch keine vollständige Aussage über die gesamte Partikelgrößenverteilung. Je nach Messmethode können Primärpartikel, Aggregate, Agglomerate oder statistische Kenngrößen unterschiedlich erfasst werden.
Für regulatorisch relevante Fragestellungen sollte daher die aktuelle Partikelgrößenverteilung einschließlich Messmethode und gegebenenfalls Nanomaterialstatus der jeweiligen Charge berücksichtigt werden.
Produktdaten
| Produktbezeichnung | Hydroxyapatit Pulver 0,5 µm |
| INCI | Hydroxyapatite |
| CAS-Nummer | 1306-06-5 |
| EG-Nummer | 215-145-7 |
| Chemische Bezeichnung | Calciumhydroxylphosphat / Hydroxyapatit |
| Summenformel | Ca10(PO4)6(OH)2 |
| Qualität | Cosmetic Grade |
| Partikelgröße | ca. 0,5 µm / 500 nm gemäß Lieferantenspezifikation |
| Aussehen | Hochfeines, weißes Pulver |
| Geruch | Nahezu geruchlos |
| Löslichkeit | In Wasser praktisch nicht löslich; dispergierbar |
Sicherheit und sachgerechte Handhabung
Bei Hydroxyapatit 0,5 µm handelt es sich um ein hochfeines Pulver. Beim Öffnen, Umfüllen, Dosieren oder Mischen kann Staub entstehen. Die offene Handhabung sollte daher möglichst staubarm erfolgen.
- Staubbildung vermeiden.
- Staub und Pulver nicht einatmen.
- Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden.
- Bei relevanter Staubentwicklung geeigneten Partikelfilter-Atemschutz entsprechend der Gefährdungsbeurteilung und dem Sicherheitsdatenblatt verwenden.
- Bei gewerblicher Verarbeitung geeignete Schutzbrille und erforderlichenfalls Schutzhandschuhe verwenden.
- Für ausreichende Raumlüftung beziehungsweise bei staubintensiven Arbeiten eine geeignete lokale Absaugung sorgen.
- Pulver nicht mit Druckluft aufwirbeln.
- Verschüttetes Pulver vorsichtig und möglichst staubarm aufnehmen.
- Behälter nach der Entnahme sofort wieder dicht verschließen.
- Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Bei der Entwicklung loser Zahnpulver oder anderer trockener kosmetischer Pulver sollte die mögliche Freisetzung luftgetragener Partikel berücksichtigt werden. Rezeptur, Verpackung und Dosiersystem sollten so gewählt werden, dass beim bestimmungsgemäßen Gebrauch möglichst wenig Staub entsteht.
Nicht empfohlene Anwendungsformen
Das Pulver sollte nicht für kosmetische Anwendungen eingesetzt werden, bei denen bestimmungsgemäß eine relevante Exposition der Atemwege gegenüber feinen Partikeln entstehen kann.
Insbesondere Sprays, Aerosole und andere Anwendungen, bei denen das Material als inhalierbare Partikel in die Luft freigesetzt werden kann, sind zu vermeiden.
Qualität und Dokumentation
Für die professionelle kosmetische Verarbeitung sollte die jeweilige Charge anhand der zugehörigen Qualitätsunterlagen und Produktspezifikation geprüft werden.
Je nach Anwendung können insbesondere folgende Unterlagen relevant sein:
Hinweise für kosmetische Fertigprodukte
Die Sicherheit des fertigen kosmetischen Produktes hängt von Rezeptur, Einsatzkonzentration, Partikeleigenschaften, Expositionsweg und vorgesehenem Verwendungszweck ab.
Vor dem Inverkehrbringen eines kosmetischen Fertigproduktes ist eine Sicherheitsbewertung gemäß den geltenden kosmetikrechtlichen Anforderungen erforderlich. Die Verantwortung für Eignung, Formulierung, Kennzeichnung und Verkehrsfähigkeit des Fertigproduktes liegt bei der jeweiligen verantwortlichen Person.
Lagerung
Kühl, trocken und vor Feuchtigkeit geschützt lagern. Vor direkter Sonneneinstrahlung und Verunreinigungen schützen.
Den Behälter nach jeder Entnahme sorgfältig verschließen. Das Pulver ausschließlich mit sauberen und trockenen Arbeitsgeräten entnehmen.
Unnötige Staubbildung vermeiden und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Die Angabe 0,5 µm / 500 nm bezieht sich auf die Partikelgröße gemäß Lieferantenspezifikation. Eine einzelne Größenangabe ersetzt keine vollständige Partikelgrößencharakterisierung.
Bei der Verarbeitung des trockenen Pulvers ist Staubbildung zu vermeiden. Das Material nicht für Sprays, Aerosole oder andere Anwendungen einsetzen, bei denen eine relevante Inhalation feiner Partikel zu erwarten ist.
Bei der Verwendung in losem Zahnpulver oder anderen trockenen Pulverformulierungen muss die mögliche Staubexposition im Rahmen der Sicherheitsbewertung berücksichtigt und durch geeignete Rezeptur-, Verpackungs- und Anwendungskonzepte minimiert werden.
Die Eignung, Einsatzkonzentration, Stabilität, Sicherheit, Verträglichkeit und rechtliche Verkehrsfähigkeit des kosmetischen Fertigproduktes sind vom Hersteller beziehungsweise der verantwortlichen Person eigenverantwortlich zu prüfen.
Kundenrezensionen
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