LÖWENZAHNWURZEL-EXTRAKT 10:1
Löwenzahnwurzel-Extrakt für moderne Rezepturen
Löwenzahnwurzel-Extrakt wird aus der Wurzel des Gewöhnlichen Löwenzahns (Taraxacum officinale) hergestellt. Die traditionsreiche Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler und ist in Europa sowie in zahlreichen weiteren gemäßigten Regionen verbreitet.
Die Wurzel enthält von Natur aus verschiedene pflanzentypische Bestandteile. Dazu können unter anderem Inulin, Bitterstoffe, phenolische Verbindungen, Triterpene und weitere sekundäre Pflanzenstoffe gehören. Ihre genaue Zusammensetzung wird von Herkunft, Erntezeitpunkt, Verarbeitung und Extraktionsverfahren beeinflusst.
ERASVITAL® Löwenzahnwurzel-Extrakt wird als konzentrierter pflanzlicher Rohstoff zur professionellen Weiterverarbeitung angeboten. Das genaue Extraktverhältnis, verwendete Extraktionsmittel, mögliche Trägerstoffe und analytische Eigenschaften sind der jeweils aktuellen Produktspezifikation beziehungsweise dem chargenbezogenen Analysenzertifikat zu entnehmen.
Produkteigenschaften
Was ist Löwenzahn?
Der Gewöhnliche Löwenzahn ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit einer kräftigen Pfahlwurzel, gezähnten Blättern und charakteristischen gelben Blütenköpfen. Nach der Blüte bildet die Pflanze ihre bekannte kugelförmige Samenstruktur, die umgangssprachlich auch als Pusteblume bezeichnet wird.
Botanisch gehört Löwenzahn zur Familie der Asteraceae beziehungsweise Korbblütler. Je nach botanischer Systematik wird die Bezeichnung Taraxacum officinale für eine Gruppe eng verwandter Arten und Kleinarten verwendet.
Für pflanzliche Rohstoffe werden unterschiedliche Pflanzenteile genutzt. Löwenzahnwurzel, Löwenzahnkraut, Blätter und die Kombination aus Kraut mit Wurzel sind daher als voneinander zu unterscheidende Ausgangsmaterialien zu betrachten.
Die Löwenzahnwurzel
Die Löwenzahnwurzel ist eine meist senkrecht in den Boden reichende Pfahlwurzel. Sie dient der Pflanze als Speicherorgan und kann je nach Alter, Standort und Bodenbeschaffenheit unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Die Zusammensetzung der Wurzel kann sich im Verlauf des Pflanzenjahres verändern. Insbesondere der Gehalt an Kohlenhydraten und Speicherstoffen ist vom Erntezeitpunkt und von den Wachstumsbedingungen abhängig.
Für die Herstellung eines Extraktes wird die gereinigte Wurzel zerkleinert und mit einem geeigneten Extraktionsmittel verarbeitet. Anschließend wird der gewonnene Auszug konzentriert und zu einem lagerfähigen Pulver getrocknet.
Pflanzentypische Bestandteile
Löwenzahnwurzel enthält ein natürliches Spektrum unterschiedlicher pflanzlicher Verbindungen. Welche Bestandteile in einem Extrakt enthalten beziehungsweise konzentriert sind, hängt wesentlich vom verwendeten Extraktionsverfahren ab.
Natürlicher pflanzlicher Speicherstoff aus der Gruppe der Fructane
Pflanzentypische Verbindungen mit charakteristisch bitterem Geschmack
Gruppe verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe
Lipophile Bestandteile des natürlichen Pflanzenstoffspektrums
Natürlich vorkommende anorganische Bestandteile in variablen Mengen
Zusammensetzung abhängig von Herkunft, Ernte und Extraktion
Extrakt und Wurzelpulver im Vergleich
| Merkmal | Löwenzahnwurzel-Extrakt | Löwenzahnwurzelpulver |
|---|---|---|
| Herstellung | Extraktion, Konzentration und Trocknung | Trocknung und Vermahlung der Wurzel |
| Konzentration | 10:1 | Entspricht weitgehend dem vermahlenen Pflanzenmaterial |
| Faserbestandteile | Abhängig vom Herstellungsverfahren teilweise reduziert | Typischerweise in größerem Umfang enthalten |
| Dosierung | Abhängig von Extraktverhältnis und Spezifikation | Nicht direkt mit Extraktdosierungen vergleichbar |
| Verwendung | Konzentrierte Pulver-, Kapsel- und Tablettenformulierungen | Pflanzenpulver, Teemischungen und traditionelle Rezepturen |
Herstellung des Extraktes
Für die Herstellung wird die ausgewählte Löwenzahnwurzel zunächst gereinigt, getrocknet und zerkleinert. Anschließend werden lösliche Pflanzenbestandteile mit einem geeigneten Extraktionsmittel aus dem Pflanzenmaterial herausgelöst.
Je nach Produkttyp kann Wasser, Ethanol, eine Wasser-Ethanol-Mischung oder ein anderes lebensmittelgeeignetes Verfahren eingesetzt werden. Der gewonnene Pflanzenauszug wird gefiltert, konzentriert und typischerweise durch Sprühtrocknung oder ein vergleichbares Verfahren in ein trockenes Pulver überführt.
Zur Verbesserung der Trocknung, Fließfähigkeit oder Stabilität können bei manchen Extrakten technologische Trägerstoffe eingesetzt werden. Ob und in welcher Menge solche Bestandteile enthalten sind, ist der Herstellerdokumentation zu entnehmen.
Extraktverhältnis und DER
Bei Pflanzenextrakten wird häufig ein Drogen-Extrakt-Verhältnis beziehungsweise Drug-Extract-Ratio, abgekürzt DER, angegeben. Dieses beschreibt das Mengenverhältnis zwischen der eingesetzten getrockneten Pflanze und dem daraus erhaltenen Extrakt.
Das DER beschreibt jedoch nicht allein die Qualität oder Zusammensetzung eines Extraktes. Zusätzlich sind unter anderem das Extraktionsmittel, der native Extraktanteil, die Ausbeute, mögliche Trägerstoffe und standardisierte Markerwerte relevant.
Für Rezepturberechnungen sollte stets das tatsächliche DER beziehungsweise DER native des konkret verwendeten Rohstoffes zugrunde gelegt werden.
Typische Einsatzbereiche
Kombinationsmöglichkeiten
Löwenzahnwurzel-Extrakt kann in komplexen Formulierungen mit weiteren pflanzlichen Extrakten, Aminosäuren, Vitaminen oder Mineralstoffen kombiniert werden. Die Auswahl sollte sich am vorgesehenen Produktkonzept sowie an technologischen und rechtlichen Anforderungen orientieren.
Löslichkeit und Dispergierbarkeit
Die Wasserlöslichkeit von Löwenzahnwurzel-Extrakt hängt vom Herstellungsverfahren, Extraktionsmittel, nativen Extraktanteil und von möglichen Trägerstoffen ab.
Wasserbasierte Extrakte lassen sich häufig gut in Wasser dispergieren. Dennoch kann eine natürliche Trübung, leichte Sedimentbildung oder eine nicht vollständig klare Lösung entstehen. Dies ist bei Pflanzenextrakten nicht ungewöhnlich.
Die tatsächliche Löslichkeit sollte vor der Herstellung flüssiger Endprodukte im Labormaßstab geprüft werden. Dabei sind auch pH-Wert, Konzentration, Temperatur und weitere Rezepturbestandteile zu berücksichtigen.
Hinweise zur Verarbeitung
Für Pulver- und Kapselformulierungen empfiehlt es sich, den Extrakt zunächst mit einem Teil der übrigen Pulverbestandteile homogen vorzumischen und anschließend schrittweise in die Gesamtmischung einzuarbeiten.
Bei großen Unterschieden zwischen den eingesetzten Rohstoffmengen sollte nach dem Prinzip der geometrischen Verdünnung gearbeitet werden. Dies verbessert die gleichmäßige Verteilung niedrig dosierter Bestandteile.
Für flüssige Anwendungen kann das Pulver langsam unter gleichmäßigem Rühren in die Wasserphase eingestreut werden. Eine Vormischung mit einem gut benetzenden Rezepturbestandteil kann die Dispergierung erleichtern.
Stabilität
Löwenzahnwurzel-Extrakt ist als trockener Rohstoff bei sachgerechter Lagerung grundsätzlich gut handhabbar. Feuchtigkeit kann jedoch zu Verklumpungen, verminderter Fließfähigkeit oder einer Veränderung des Pulvers führen.
Längerer Kontakt mit Luft, Licht, Feuchtigkeit und erhöhten Temperaturen sollte vermieden werden. Der Behälter ist deshalb nach jeder Entnahme sofort wieder sorgfältig zu verschließen.
Die Stabilität eines daraus hergestellten Endproduktes hängt unter anderem von Darreichungsform, Wassergehalt, pH-Wert, Verpackung, Begleitstoffen und Lagerbedingungen ab.
Produktdaten
| Produktbezeichnung | Löwenzahnwurzel-Extrakt |
| Botanische Bezeichnung | Taraxacum officinale |
| Pflanzenfamilie | Asteraceae / Korbblütler |
| Verwendeter Pflanzenteil | Wurzel |
| Produktform | Feines Extraktpulver |
| Farbe | Beige bis gelbbraun oder braun, chargenabhängig |
| Geruch | Charakteristisch pflanzlich |
| Geschmack | Pflanzlich, erdig und leicht bitter |
| Extraktverhältnis | 10:1 |
| Löslichkeit | Produktspezifisch; in Wasser meist dispergierbar |
| Verwendung | Rohstoff zur professionellen Weiterverarbeitung |
| Qualität | Gemäß aktueller Hersteller- und Chargendokumentation |
Natürliche Unterschiede zwischen Chargen
Als pflanzlicher Rohstoff kann Löwenzahnwurzel-Extrakt natürlichen Schwankungen unterliegen. Farbe, Geruch, Geschmack und Pulverstruktur werden unter anderem durch Anbaugebiet, Boden, Klima, Erntezeitpunkt und Herstellungsverfahren beeinflusst.
Geringfügige Unterschiede stellen nicht automatisch eine Qualitätsminderung dar, sofern Identität und festgelegte Spezifikationswerte eingehalten werden.
Sicherheit und sachgerechte Handhabung
Löwenzahnwurzel-Extrakt ist ein konzentrierter, pulverförmiger Pflanzenrohstoff. Beim Umfüllen, Dosieren und Mischen kann Staub entstehen. Eine saubere Verarbeitung und der Schutz vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen tragen zum Erhalt der Produktqualität bei.
- Staubbildung möglichst vermeiden.
- Pulverstaub nicht einatmen.
- Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden.
- Nach der Verarbeitung die Hände gründlich reinigen.
- Nur mit sauberen und trockenen Arbeitsgeräten entnehmen.
- Behälter nach Gebrauch sofort wieder gut verschließen.
- Vor Feuchtigkeit, Wärme und direkter Sonneneinstrahlung schützen.
- Aktuelle Produktspezifikation und Sicherheitsinformationen beachten.
Hinweise für daraus hergestellte Endprodukte
Die Sicherheit und Eignung eines Endproduktes hängen von der eingesetzten Extraktmenge, dem Extraktverhältnis, der gesamten Zusammensetzung, der Darreichungsform, der Zielgruppe und der empfohlenen Verzehrmenge ab.
Bei der Entwicklung von Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln sind insbesondere die lebensmittelrechtliche Einstufung, zulässige Zutaten, Kennzeichnung, Stabilität, Produktsicherheit und die geltenden nationalen Vorgaben zu berücksichtigen.
Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Löwenzahn oder andere Korbblütler sollte die Verwendung entsprechend fachlich beurteilt werden. Gleiches gilt bei bestehenden Erkrankungen, während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln.
Qualität und Dokumentation
Die chargenspezifischen Eigenschaften und analytischen Werte des Rohstoffes sind dem jeweiligen Analysenzertifikat zu entnehmen.
Vor der gewerblichen Verarbeitung sollten insbesondere die botanische Identität, der verwendete Pflanzenteil, das Extraktverhältnis, das Extraktionsmittel, mögliche Trägerstoffe, mikrobiologische Parameter, Schwermetalle, Pestizidrückstände und die rechtlichen Vorgaben für das vorgesehene Endprodukt geprüft werden.
Lagerung
Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Vor Feuchtigkeit, direkter Sonneneinstrahlung, starken Temperaturschwankungen und Wärme schützen.
Den Behälter nach jeder Entnahme sofort wieder sorgfältig verschließen. Zur Entnahme nur saubere und vollständig trockene Hilfsmittel verwenden.
Kundenrezensionen
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