ERASVITAL®
PHOSPHATIDYLCHOLIN AUS SONNENBLUMEN
SONNENBLUMENLECITHIN · MIN. 25 % PHOSPHATIDYLCHOLIN
Pflanzlicher Phospholipid-Rohstoff zur professionellen Weiterverarbeitung
Sonnenblumenlecithin ≥ 25 % Phosphatidylcholin Helianthus annuus L. Pulver Pflanzlich Professioneller Rohstoff
Sonnenblumenlecithin mit definiertem Phosphatidylcholin-Gehalt
Phosphatidylcholin gehört zur Stoffgruppe der Phospholipide und ist ein natürlicher Bestandteil von Lecithinen. Der hier angebotene Rohstoff wird aus Sonnenblumensamen (Helianthus annuus L.) gewonnen und enthält laut Herstellerspezifikation mindestens 25 % Phosphatidylcholin.
Es handelt sich nicht um isoliertes beziehungsweise hochreines Phosphatidylcholin, sondern um ein phospholipidreiches Sonnenblumenlecithin, bei dem der Phosphatidylcholin-Gehalt analytisch definiert ist.
Der Rohstoff liegt als hellgelbes bis gelblich-beiges Pulver vor und eignet sich zur Herstellung und Entwicklung von Nahrungsergänzungsmitteln, Pulvermischungen, Kapseln sowie weiteren professionellen Formulierungen.
ERASVITAL® Phosphatidylcholin aus Sonnenblumen wird als Rohstoff zur professionellen und gewerblichen Weiterverarbeitung angeboten.
Produkteigenschaften
≥ 25 % Phosphatidylcholin
Der Phosphatidylcholin-Gehalt ist durch die Produktspezifikation definiert und wird chargenbezogen analytisch kontrolliert.
Aus Sonnenblumen
Pflanzliche Lecithinquelle aus den Samen von Helianthus annuus L.
Phospholipid-Komplex
Natürliches Lecithin mit Phosphatidylcholin als definiertem Bestandteil des gesamten Phospholipid-Komplexes.
Pulverform
Hellgelbes bis gelblich-beiges Pulver mit charakteristischem Geruch und Geschmack.
Feine Partikelstruktur
Die Herstellerspezifikation sieht mindestens 98 % Durchgang durch ein 80-Mesh-Sieb vor.
Vielseitig formulierbar
Für Pulverprodukte, Kapseln und weitere phospholipidbasierte Formulierungen geeignet.
Was ist Phosphatidylcholin?
Phosphatidylcholin, häufig mit PC abgekürzt, gehört zur Gruppe der Phospholipide. Phospholipide besitzen sowohl fettliebende als auch wasserliebende Molekülbereiche und weisen dadurch besondere physikalisch-chemische Eigenschaften auf.
Phosphatidylcholin besteht strukturell aus einem Glycerin-Grundgerüst, zwei Fettsäureresten, einer Phosphatgruppe und Cholin. Je nach pflanzlicher Quelle kann sich die Zusammensetzung der gebundenen Fettsäuren unterscheiden.
In natürlichem Sonnenblumenlecithin liegt Phosphatidylcholin gemeinsam mit weiteren Lipiden und Phospholipiden vor. Ein Lecithin mit 25 % Phosphatidylcholin ist deshalb nicht mit einem hochgereinigten PC-Isolat mit beispielsweise 90 % oder 98 % Phosphatidylcholin gleichzusetzen.
Wichtig:
Die Angabe „25 % Phosphatidylcholin“ bezeichnet den analytisch bestimmten Anteil von Phosphatidylcholin am gesamten Sonnenblumenlecithin-Rohstoff.
Pflanzliche Quelle: Helianthus annuus L.
Als botanische Quelle gibt der Hersteller Helianthus annuus L. an. Verwendet werden die Samen der Sonnenblume.
Die Sonnenblume stellt eine pflanzliche Alternative zu Lecithinen aus anderen Quellen dar. Laut den vorliegenden Herstellererklärungen ist der Rohstoff für vegane und vegetarische Produkte geeignet.
Der Hersteller erklärt den Rohstoff außerdem als glutenfrei und gibt an, dass weder der Rohstoff selbst noch bei seiner Herstellung eingesetzte Zutaten aus gentechnisch veränderten Quellen stammen.
Phosphatidylcholin und Lecithin – was ist der Unterschied?
Die Begriffe Lecithin und Phosphatidylcholin werden im Alltag gelegentlich gleichgesetzt, bezeichnen analytisch jedoch nicht dasselbe.
| Bezeichnung |
Einordnung |
| Lecithin |
Natürliches Gemisch verschiedener Phospholipide und weiterer lipidischer Bestandteile. |
| Phosphatidylcholin |
Ein bestimmtes Phospholipid und Bestandteil des Lecithins. |
| Dieser Rohstoff |
Sonnenblumenlecithin mit mindestens 25 % Phosphatidylcholin. |
Technologische Eigenschaften von Lecithin
Lecithine besitzen aufgrund ihrer amphiphilen Molekülstruktur sowohl wasserliebende als auch fettliebende Bereiche. Diese Eigenschaft ist für ihre technische Verwendung in komplexen Formulierungen von Bedeutung.
Der Hersteller beschreibt Sonnenblumenlecithin unter anderem als Bestandteil, der in Lebensmitteln zur Stabilisierung von Mischungen und als Emulgator eingesetzt werden kann.
Die tatsächliche Dispergierbarkeit und technologische Wirkung hängen jedoch von der gesamten Rezeptur, dem Wasser- und Fettanteil, der Temperatur, dem Mischverfahren und weiteren eingesetzten Rohstoffen ab und sollten im fertigen Endprodukt geprüft werden.
Berechnung des Phosphatidylcholin-Gehalts
Bei einem spezifizierten Mindestgehalt von 25 % Phosphatidylcholin enthält 1 g Rohstoff rechnerisch mindestens 250 mg Phosphatidylcholin.
Phosphatidylcholin-Menge = Rohstoffmenge × 0,25
| Sonnenblumenlecithin |
Phosphatidylcholin bei 25 % |
| 500 mg |
mind. 125 mg PC |
| 1.000 mg |
mind. 250 mg PC |
| 2.000 mg |
mind. 500 mg PC |
| 4.000 mg |
mind. 1.000 mg PC |
| 5.000 mg |
mind. 1.250 mg PC |
| 10.000 mg |
mind. 2.500 mg PC |
Chargenbezogen:
Die vorliegende Charge RW260818-Q1 weist laut Analysenzertifikat einen Phosphatidylcholin-Gehalt von 25,56 % auf. Für Rezepturberechnungen ist grundsätzlich der tatsächliche Wert des jeweiligen chargenbezogenen Analysenzertifikates zu berücksichtigen.
Typische Einsatzbereiche
Nahrungsergänzungsmittel
Phospholipid-Komplexe
Phosphatidylcholin-Formulierungen
Pulvermischungen
Kapselformulierungen
Funktionelle Lebensmittel
Lipidbasierte Rezepturen
Individuelle Rezepturen
Hinweise zur Verarbeitung
Die geeignete Einsatzmenge richtet sich nach dem gewünschten Phosphatidylcholin-Gehalt im fertigen Produkt, der vorgesehenen Produktform, der Tagesportion sowie den technologischen Anforderungen der jeweiligen Rezeptur.
Bei Pulvermischungen sollten unterschiedliche Schüttdichten und Partikelgrößen der eingesetzten Rohstoffe berücksichtigt werden. Für eine gleichmäßige Verteilung empfiehlt sich eine geeignete Vormischung.
Da Lecithin lipidische Bestandteile enthält, können Fließverhalten, Oberflächenhaftung und Mischverhalten von rein kristallinen oder stärkehaltigen Pulvern abweichen.
Verarbeitungstipp:
Bei mehrkomponentigen Pulvermischungen den Rohstoff zunächst mit einem Teil der trockenen Träger- oder Hauptkomponente vormischen und anschließend schrittweise in die Gesamtmischung einarbeiten.
Produktdaten
| Produktbezeichnung |
Sonnenblumenlecithin mit Phosphatidylcholin |
| Englische Bezeichnung |
Sunflower Lecithin |
| Botanische Quelle |
Helianthus annuus L. |
| Verwendeter Pflanzenteil |
Samen |
| Phosphatidylcholin |
Mindestens 25 % |
| Aceton-unlösliche Bestandteile |
Mindestens 95 % |
| CAS-Nummer |
8002-43-5 |
| EC-Nummer |
232-307-2 |
| Produktform |
Pulver |
| Aussehen |
Hellgelb bis gelblich-beige |
| Geruch und Geschmack |
Charakteristisch |
| Partikelgröße |
Mindestens 98 % passieren 80 Mesh |
| Herkunftsland Hersteller |
China |
| Haltbarkeit laut TDS |
2 Jahre bei sachgerechter Lagerung |
Maßgeblich für den tatsächlichen Phosphatidylcholin-Gehalt und weitere analytische Eigenschaften ist das chargenbezogene Analysenzertifikat.
Herstellererklärungen
Für den vorliegenden Sonnenblumenlecithin-Rohstoff liegen im technischen Dokumentationspaket des Herstellers folgende Erklärungen vor:
Vegan / vegetarisch
Für vegane und vegetarische Formulierungen geeignet.
Glutenfrei
Der Hersteller erklärt den Rohstoff als glutenfrei.
GVO-Status
Nicht aus gentechnisch veränderten Rohstoffen hergestellt.
BSE / TSE
BSE/TSE-frei.
Bestrahlung
Nicht bestrahlt.
ETO
Nicht mit Ethylenoxid behandelt.
Allergeninformation:
Die vorliegende Herstellererklärung kennzeichnet die darin abgefragten Hauptallergene, darunter Soja, Ei, Milch, Gluten, Erdnüsse, Nüsse und Sesam, jeweils mit „Nein“.
Qualität und chargenbezogene Analytik
Die Herstellerspezifikation definiert unter anderem den Phosphatidylcholin-Gehalt, acetonunlösliche Bestandteile, Feuchtigkeit, Asche, Säurezahl, Peroxidzahl, Schwermetalle und mikrobiologische Grenzwerte.
Sicherheit und sachgerechte Handhabung
Beim Einwiegen, Umfüllen oder Mischen des pulverförmigen Rohstoffes kann Staub entstehen. Eine saubere und staubarme Verarbeitung wird empfohlen.
Staubbildung vermeiden
Beim Umfüllen und Mischen unnötige Staubentwicklung vermeiden.
Augenschutz
Bei staubintensiver Verarbeitung geeigneten Augenschutz verwenden.
Hautkontakt
Bei professioneller Verarbeitung können geeignete Schutzhandschuhe verwendet werden.
Absaugung
An Arbeitsplätzen mit Staubentwicklung für geeignete Lüftung beziehungsweise Absaugung sorgen.
Hinweis zu feinem organischem Staub:
Das Sicherheitsdatenblatt weist darauf hin, dass fein verteilter organischer Staub in Luft bei ausreichender Konzentration und vorhandener Zündquelle grundsätzlich ein Staubexplosionsrisiko darstellen kann. Offene Flammen, Funken und starke Staubentwicklung sollten bei der gewerblichen Verarbeitung vermieden werden.
Die konkreten arbeitsschutzrechtlichen Maßnahmen sind anhand des jeweils aktuellen Sicherheitsdatenblattes und der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung festzulegen.
Lagerung
Trocken, gut verschlossen und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt lagern.
Das Sicherheitsdatenblatt nennt einen empfohlenen Lagertemperaturbereich von 15 bis 30 °C. Vor Feuchtigkeit schützen und den Behälter nach jeder Entnahme wieder sorgfältig verschließen.
Nur mit sauberen und trockenen Geräten entnehmen. Kontakt mit starken Oxidationsmitteln vermeiden.
Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Wichtiger Hinweis
Dieses Produkt ist ein Rohstoff zur professionellen beziehungsweise gewerblichen Weiterverarbeitung. Es handelt sich um Sonnenblumenlecithin mit einem spezifizierten Phosphatidylcholin-Gehalt von mindestens 25 % und nicht um isoliertes hochreines Phosphatidylcholin. Die Eignung, Einsatzmenge, Verarbeitung, Dosierung, Kennzeichnung und rechtliche Verkehrsfähigkeit des daraus hergestellten Endproduktes sind vom Hersteller beziehungsweise Verarbeiter eigenverantwortlich zu prüfen. Maßgeblich sind die jeweils aktuelle Produktspezifikation, das chargenbezogene Analysenzertifikat und das Sicherheitsdatenblatt.