MYO-INOSITOL
Myo-Inositol für moderne Rezepturen
Myo-Inositol ist eine natürlich vorkommende, vitaminähnliche Verbindung aus der Stoffgruppe der Cyclitole. Chemisch handelt es sich um einen sechswertigen cyclischen Zuckeralkohol, der strukturell mit Glucose verwandt ist, jedoch nicht zu den klassischen Zuckern gezählt wird.
Myo-Inositol ist das in der Natur am häufigsten vorkommende Inositol-Isomer. Es ist Bestandteil zahlreicher pflanzlicher und tierischer Strukturen und kommt unter anderem in Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Früchten und weiteren Lebensmitteln vor.
ERASVITAL® Myo-Inositol wird als hochreiner, gut dosierbarer Rohstoff zur professionellen Weiterverarbeitung angeboten. Die genaue Reinheit, Identität, Partikelgröße und weitere chargenspezifische Eigenschaften sind der aktuellen Produktspezifikation beziehungsweise dem Analysenzertifikat zu entnehmen.
Produkteigenschaften
Was ist Myo-Inositol?
Inositol bezeichnet eine Gruppe verschiedener stereoisomerer Verbindungen mit derselben Summenformel. Insgesamt sind mehrere Inositol-Isomere bekannt. Myo-Inositol stellt dabei die in biologischen Systemen am weitesten verbreitete Form dar.
Die Verbindung wurde früher teilweise als Vitamin B8 bezeichnet. Diese Bezeichnung ist wissenschaftlich nicht eindeutig, da der menschliche Organismus Inositol unter bestimmten Bedingungen selbst bilden kann und es daher nicht als klassisches Vitamin eingestuft wird.
Myo-Inositol liegt als weißes, kristallines und nahezu geruchloses Pulver vor. Aufgrund seiner polaren Molekülstruktur ist es gut in Wasser löslich.
Chemische Eigenschaften
Myo-Inositol gehört chemisch zu den Cyclohexanhexolen. Das Molekül besteht aus einem sechsgliedrigen Kohlenstoffring, an dem sechs Hydroxygruppen gebunden sind.
Durch diese Struktur besitzt Myo-Inositol eine hohe Affinität zu Wasser. Die Verbindung ist nicht flüchtig, weitgehend geruchsneutral und unter geeigneten Lagerbedingungen als trockener Rohstoff stabil.
Die genaue chemische Identität und Reinheit kann mithilfe geeigneter analytischer Verfahren wie chromatografischen, spektroskopischen oder titrimetrischen Methoden geprüft werden.
Inositol-Isomere
Inositol kann in verschiedenen räumlichen Anordnungen vorkommen. Diese Varianten werden als Stereoisomere bezeichnet. Sie besitzen dieselbe Summenformel, unterscheiden sich jedoch in der Ausrichtung ihrer Hydroxygruppen.
Am häufigsten natürlich vorkommendes Inositol-Isomer
Eigenständiges Inositol-Isomer mit anderer räumlicher Struktur
Natürlich vorkommendes, strukturell abweichendes Isomer
Unter anderem Muco-, Neo- und Allo-Inositol
Natürliches Vorkommen
Myo-Inositol kommt in zahlreichen pflanzlichen und tierischen Geweben vor. In Pflanzen kann es sowohl in freier Form als auch gebunden in Form von Inositolphosphaten vorkommen.
Natürliche Quellen sind unter anderem Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Obst und Gemüse. Der tatsächliche Gehalt kann je nach Pflanzenart, Sorte, Reifegrad und Verarbeitung deutlich variieren.
Industriell angebotenes Myo-Inositol wird nicht als vermahlenes Pflanzenpulver, sondern als isolierte und gereinigte Verbindung bereitgestellt.
Herstellung und Rohstoffqualität
Myo-Inositol kann durch unterschiedliche industrielle Herstellungsverfahren gewonnen werden. Je nach Hersteller kommen beispielsweise pflanzliche Ausgangsmaterialien, enzymatische Verfahren, Fermentationsprozesse oder weitere kontrollierte Herstellungsverfahren zum Einsatz.
Nach der Herstellung wird der Rohstoff gereinigt, kristallisiert, getrocknet und auf die vorgesehene Partikelgröße eingestellt. Dadurch entsteht ein wei&sz;es bis nahezu wei&sz;es Pulver mit definierter Reinheit.
Maßgeblich für Herkunft, Herstellungsverfahren, Ausgangsmaterial, Reinheit und mögliche Hilfsstoffe ist die aktuelle Herstellerdokumentation.
Typische Einsatzbereiche
Kombinationsmöglichkeiten
Myo-Inositol kann in komplexen Formulierungen mit ausgewählten Aminosäuren, Mineralstoffen, Vitaminen, Cholinverbindungen und weiteren Inositol-Isomeren kombiniert werden.
Löslichkeit
Myo-Inositol ist gut in Wasser löslich. Beim Einrühren in Wasser entsteht bei ausreichender Flüssigkeitsmenge und geeigneter Mischdauer in der Regel eine klare bis nahezu klare Lösung.
Die Auflösegeschwindigkeit wird unter anderem von Partikelgröße, Wassertemperatur, eingesetzter Menge, Mischintensität und weiteren Rezepturbestandteilen beeinflusst.
In stark konzentrierten Lösungen oder komplexen Rezepturen kann die vollständige Auflösung mehr Zeit benötigen. Eine produktspezifische Prüfung wird empfohlen.
Hinweise zur Verarbeitung
Für Pulver- und Kapselformulierungen sollte Myo-Inositol zunächst mit einem Teil der übrigen Pulverbestandteile homogen vorgemischt und anschließend schrittweise in die Gesamtmischung eingearbeitet werden.
Bei der Kombination mit sehr niedrig dosierten Vitaminen oder Mineralstoffen empfiehlt sich eine geometrische Verdünnung. Dadurch kann eine gleichmäßigere Verteilung innerhalb der Gesamtmischung erreicht werden.
Für flüssige Anwendungen kann Myo-Inositol langsam unter Rühren in Wasser eingestreut werden. Eine leichte Erwärmung kann die Auflösung beschleunigen, ist bei vielen Anwendungen jedoch nicht zwingend erforderlich.
Stabilität
Myo-Inositol ist als trockener Rohstoff unter geeigneten Lagerbedingungen vergleichsweise stabil. Feuchtigkeit kann jedoch zur Verklumpung oder zu Veränderungen der Pulverstruktur führen.
Der Rohstoff sollte deshalb in einem dicht verschlossenen Behälter sowie trocken, kühl und lichtgeschützt gelagert werden. Längere Standzeiten in offenen Behältern sind zu vermeiden.
Die Haltbarkeit und Stabilität eines daraus hergestellten Endproduktes hängen von der Gesamtformulierung, dem Wassergehalt, dem pH-Wert, der Verpackung und den Lagerbedingungen ab.
Berechnung des enthaltenen Myo-Inositols
Bei einem Rohstoff mit einem analytisch bestätigten Myo-Inositol-Gehalt von beispielsweise 99 % kann die enthaltene Menge rechnerisch wie folgt bestimmt werden:
Beispiel: 1.000 mg eines Rohstoffes mit 99 % Reinheit entsprechen rechnerisch 990 mg Myo-Inositol.
Produktdaten
| Produktbezeichnung | Myo-Inositol |
| Chemische Bezeichnung | Myo-Inositol / Cyclohexan-1,2,3,4,5,6-hexol |
| CAS-Nummer | 87-89-8 |
| Summenformel | C6H12O6 |
| Molmasse | 180,16 g/mol |
| Stoffgruppe | Cyclitole / cyclische Zuckeralkohole |
| Produktform | Feinkristallines Pulver |
| Aussehen | Weiß bis nahezu weiß |
| Geruch | Nahezu geruchlos |
| Geschmack | Mild bis leicht süßlich |
| Reinheit | Gemäß aktueller Produktspezifikation und Analysenzertifikat |
| Löslichkeit | Gut in Wasser löslich |
| Verwendung | Rohstoff zur professionellen Weiterverarbeitung |
| Qualität | Gemäß aktueller Hersteller- und Chargendokumentation |
Mögliche Unterschiede zwischen Chargen
Je nach Herstellungsverfahren, Kristallisation, Trocknung und Vermahlung können sich einzelne Chargen geringfügig in Korngröße, Schüttdichte und Fließverhalten unterscheiden.
Solche technologischen Unterschiede stellen nicht automatisch eine Beeinträchtigung der Qualität dar, sofern die festgelegten Spezifikationswerte eingehalten werden.
Sicherheit und sachgerechte Handhabung
Myo-Inositol ist als feiner pulverförmiger Rohstoff sorgfältig zu handhaben. Beim Umfüllen, Dosieren oder Mischen kann Staub entstehen. Eine saubere Verarbeitung sowie der Schutz vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen tragen zum Erhalt der Produktqualität bei.
- Staubbildung möglichst vermeiden.
- Staub nicht einatmen.
- Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden.
- Nach der Verarbeitung Hände gründlich reinigen.
- Nur mit sauberen und trockenen Arbeitsgeräten entnehmen.
- Nur in geeigneten Produktionsbereichen verarbeiten.
- Behälter nach Gebrauch sofort wieder gut verschließen.
- Aktuelle Produktspezifikation und vorhandene Sicherheitsinformationen beachten.
Hinweise für daraus hergestellte Endprodukte
Die Sicherheit und Verkehrsfähigkeit eines Endproduktes hängen von der eingesetzten Menge an Myo-Inositol, der gesamten Rezeptur, der Darreichungsform, der Zielgruppe und der empfohlenen Tagesverzehrmenge ab.
Bei der Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln sind insbesondere die lebensmittelrechtliche Einstufung, Zusammensetzung, Kennzeichnung, Stabilität, Produktsicherheit und die jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben zu prüfen.
Bei empfindlichen Personen, während Schwangerschaft und Stillzeit, bei bestehenden Erkrankungen oder bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln sollte die Eignung des fertigen Produktes fachlich beurteilt werden.
Qualität und Dokumentation
Die chargenspezifischen Eigenschaften und analytischen Werte des Rohstoffes sind dem jeweiligen Analysenzertifikat zu entnehmen.
Vor der gewerblichen Verarbeitung sollten die aktuelle Produktspezifikation, die bestätigte Reinheit, das Herstellungsverfahren, die Partikelgröße, mikrobiologische Parameter und die rechtlichen Vorgaben für das vorgesehene Endprodukt berücksichtigt werden.
Lagerung
Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Vor Feuchtigkeit, direkter Sonneneinstrahlung, starken Temperaturschwankungen und Wärme schützen.
Den Behälter nach jeder Entnahme sofort wieder sorgfältig verschließen. Nur mit sauberen und vollständig trockenen Hilfsmitteln entnehmen.
Kundenrezensionen
Unser Unternehmen sammelt über den unabhängigen Dienstleister SHOPVOTE Bewertungen.
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Informationen zur Echtheit von Kundenbewertungen auf SHOPVOTE finden Sie hier.
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